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Waidhofen an der Ybbs

Waidhofen an der Ybbs ist eine Stadt mit eigenem Statut und eine Kulturstadt im Mostviertel in Niederösterreich und liegt idyllisch umgeben von den Ybbstaler Alpen auf 362 Meter Seehöhe.

Statutarstat Waidhofen an der Ybbs im Mostviertel

Der mit senkrechten Felsformationen flankierte durch Waidhofen fließende Fluss Ybbs sowie Stadtmauern und Türme prägen das Landschaftsbild und die mittelalterliche Atmosphäre der Stadt. Der Hausberg Buchenberg ist ein Naherholungsgebiet für Freizeitsuchende sowie Sportbegeisterte und ist vom Stadtzentrum aus in ein paar Gehminuten erreichbar.

Historische Rückblick

1186 wird der Name waidhouen von Papst Urban III. in einem Bestätigungsdokument erstmals urkundlich erwähnt. Das Freisinger Bistum (Erzbistum München und Freising) unterhält bereits seit 955 Besitzungen im unteren Ybbstal.

1273 wird Waidhofen erstmals als Stadt urkundlich erwähnt.

Ab dem 12. Jahrhundert wurde das vom steirischen Erzberg verhüttete Eisen in den Waidhofener Hammerschmieden verarbeitet. 1236 lobte der Minnesänger Neidhart von Reuenthal in seinen Gesängen die Qualität eines Schwertes, dass in Waidhofen geschmiedet wurde. Waidhofen wurde neben Steyr die bedeutendste Region der Eisenverarbeitung.

Mehrmals musste die Stadt feindliche Angriffe abwehren. 1490 belagerten die Ungarn Waidhofen, was aber durch den plötzlichen Tod des ungarischen Königs Matthias Corvinus beendet wurde. Nach der ersten Wiener Türkenbelagerung griffen osmanische Reitertruppen 1532 Waidhofen an. Die Waidhofener Bürger konnten die Osmanen in die Flucht schlagen.

Im 16. Jahrhundert kam es zu weiteren schweren wirtschaftlichen Belastungen. Einerseits durch die Privilegien der landesfürstlichen Stadt Steyr durch Kaiser Maximilian I. in der Metallverarbeitung, andererseits durch verheerende Stadtbrände und Plagen.

Zu jener Zeit war ein Großteil der Bevölkerung Anhänger der protestantischen Glaubenslehre Martin Luthers. Im Zuge der Rekatholisierung wurde 1587/88 der gesamte protestantische Stadtrat abgesetzt und des Landes verwiesen. Um 1600 war die Rekatholisierung durch die Freisinger durchgesetzt und folglich wanderten viele evangelische Schmiedefamilien aus, was wiederum eine nachhaltige Krise auslöste, die noch 100 Jahre später deutlich spürbar war.

1803 endete die Herrschaft des Freisinger Bistums und ging an die Habsburger.

Zu Beginn des 19. Jahrhundert wurde Waidhofen durch die Franzosen besetzt, was wiederum den entgültigen Niedergang der Eisenindustrie zur Folge hatte.

1868 wurde die Bezirkshauptmannschaft nach Amstetten verlegt. Als Ausgleich erhielt Waidhofen am 6. Februar 1869 ein eigenes Statut und war somit eine autonom verwaltete Stadt.

1872 wurde die Kronprinz-Rudolfs-Bahn eröffnet. Gemeinsam mit der Ybbstal Bahn (1896) zogen neue Wirtschaftszweige, vor allem der Fremdenverkehr, in die Ybbstaler Region ein.

Im 20. Jahrhundert konnte die Stadt Waidhofen seine zentrale Rolle als Industrie- und Handwerkszentrum, Schul- und Sportstadt weiter etablieren. 1992 erhielt Waidhofen an der Ybbs vom niederösterreichischen Land die Auszeichnung Kulturstadt verliehen.

Stadt und Land in der Gegenwart

Die geschichtsträchtige und traditionelle Stadt Waidhofen an der Ybbs und Dörfer im umliegenden Mostviertel mit sanften Hügel, Wiesen und Wälder locken viele Besucher an. Kongresse und Seminare werden regelmäßig abgehalten. Auch ist die Stadt als Biohauptstadt ein Vorreiter im Bereich einer positiven und nachhaltigen Umweltpolitik. Sowohl zahlreiche klein- und mittelständische Unternehmen, als auch weltweit agierende Konzerne sind verlässliche Arbeitsgeber.

Regelmäßige kulturelle und gastronomische Veranstalten sowie viele Einkaufsmöglichkeiten verbindet die Menschen zu einem Miteinander.

Sehenswürdigkeiten:

  • Schloss Rothschild
  • Stadtturm
  • Stadtpfarrkirche
  • Lutherturm mit dem Heiligen Grab
  • Bürgerspitalkirche
  • Ybbsturm mit dem Stadttor
  • Rathaus
  • Zeller Hochbrücke
  • Zeller Schloss
  • Klosterkirche
  • Mariensäule
  • Schaukraftwerk Schwellöd

Waidhofen an der Ybbs wird nicht umsonst die Stadt der Möglichkeiten genannt und ist mit ihrem Charme und Facetten immer einen Besuch wert.

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