Direkt zum Inhalt
Menu ≡

Urlaub bei den Bergrettern

Gastartikel

Meine Frau und ich schauen gerne „Die Bergretter“ im ZDF oder auf ORF. Herrliche Landschaftsaufnahmen gerade auch aus der Helikopter-Perspektive, zeigen die Alpen in ihrer schönsten Form. Gut, dass wir diese Gegend auch selber kennen: die Dachstein-Tauernregion rund um Ramsau. Gegenwärtig wird um den Dachstein die inzwischen siebte Staffel gedreht.

Das Hochplateau der Ramsau am Fuße des mächtigen Dachsteinmassivs ist uns aus vielen Urlauben und Wanderungen bekannt.

Der Pernerhof als einer der Hauptdrehorte liegt nur wenige Gehminuten oberhalb des Pamoramaweges, der die Ramsau der Länge nach durchläuft und herrliche Ausblicke auf die Ramsau, das Dachsteingebirge und auch die Schladminger Tauern zulässt.

Wir schmunzeln da schon mal, wenn Martin Gruber – einer der Hauptdarsteller in der Serie – von hinten zum Hof rein fährt. Eigentlich ist dies nur ein Feldweg und die Zufahrt kommt von links. Insiderwissen, dass dem Erfolg der Serie keinen Abbruch tut.

Auch so manche Landschaftsaufnahme ist zusammen geschnitten, wahrscheinlich nur weil es besser ins Drehbuch passt. Denn die Landschaft rund um die Ramsau ist durchgängig atemberaubend schön. Auf dem Hochplateau sind es die großen Ahornbäume, die auf natürliche Weise Struktur in die Landschaft bringen und die Wiesen der Bauern voneinander abgrenzen.

In der Herbstsonne verwandeln sich die Ahornblättern in ein buntes Farbenmeer, wie es ein Maler nicht besser auf seine Leinwand bringen würde. Die Vogelbeeren glühen förmlich satt und rot an zahlreichen baumgroßen Sträuchern. Dazu leuchten vom Berg herab die Lärchen, deren Nadeln sich mit zunehmend kürzerer Soneneinstrahlung mehr und mehr gelblich färben. Die letzten Sonnenstrahlen des Sommers lassen die Felsen des Dachsteins und der gegenüber liegenden Schladminger Tauern nochmals hell erleuchten.

Für die Bergretter sind dies herrlichste Arbeitsverhältnisse. Wir als Zuseher am Fernsehen ergötzen uns über Landschaft, Menschen und Geschichten. Dabei kann ich mir gewiss sein, dass es auch echte Bergretter in der Ramsau gibt. Die Männer der Ramsauer Bergrettung sind immer da, wenn sie gebraucht werden. Auch schlechtes Wetter hindert sie nicht in die Wand einzusteigen und zu helfen.

Ihre Fernsehkollegen ziehen sich dann schon mal lieber ins Studio zurück. Ein Drehtag an der Dachsteinsüdwandhütte wurde jüngst kurzfristig verlegt. Dort werden im Übrigen auch viele Hubschrauberaufnahmen abgedreht, da sich hinter der Hütte ein Landeplatz befindet.

Mir hat der Drehausfall nichts gemacht. Ich habe mir das schlechte Wetter mit einem Kasierschmarrn in der Hütte versüßt. Hüttenwirt Andreas Perner – der Familie Perner gehört auch der Pernerhof – hatte genug Zeit, die ein oder andere Anekdote über die Filmemacher zu erzählen. So sind für Action-Szenen bis zu sechs Doubles im Einsatz. Noch wichtiger ist wohl Kaffee für das Filmteam, denn bis zu 30 Liter werden pro Drehtag gebraucht.

Viele weitere Original-Drehort der Bergretter und das ein oder andere Insider-Geheimnis kann man beim den nächsten Bergretter Fanwanderungen erleben. Vom 11. bis 13. September 2015 sind die Fans in die Ramsau eingeladen und können viel mit ihren Helden der Berge und den Drehorten ganz nah sein. Wobei ich insgeheim befürchte, dass meine Frau nicht wegen der Landschaft, sondern wegen Martin Gruber kommt!

Kontakt Gastautor Hans Stumpf:

  • Hans Stumpf
  • Schützenstraße 37
  • 96346 Wallenfels
  • Bayern

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit einem Stern (*) markiert. Dein Eintrag wird von uns überprüft und schnellstmöglich freigegeben.

nach oben