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Riesachfälle in den Schladminger Tauern

Die Riesachfälle befinden sich in Schladming im hinteren Rohrmoos-Untertal. Der Name Riesach wurde von Holzriesen abgeleitet, über die früher das geschlägerte Holz abtransportiert wurde.

Die Riesachfälle setzen sich aus dem Großen und Kleinen Riesachwasserfall zusammen und sind mit über 140 Meter Fallhöhe die höchsten Wasserfälle der Steiermark. Die Riesachwasserfälle stürzen sich durch die sogenannte Höll (Schlucht) auf zwei unmittelbar hintereinander folgende Etappen talwärts.

Der große Riesachfall hat eine Höhe von über 70 Metern. Der kleine Wasserfall ist ebenso spektakulär. Diese Gesamtfallhöhe bietet ein imposantes Naturschauspiel.

Durch den Themenweg und Alpinsteig Wilde-Wasser, der immer entlang des Riesachbaches führt, kann man ganz an die Schlucht herantreten. Diese Quelle des Lebens ist reich an Fischen und kleinen Flusskrebsen. Im Frühling nach der Schneeschmelze ist das Naturschauspiel der Riesachwasserfälle sehr beeindruckend. Der Bach wird vom Riesachsee auf über 1.338 Meter Seehöhe gespeist.

Erdgeschichtliche Entstehung der Alpen und späteren Riesachfälle:

Die Alpen, zu den auch die Schladminger Tauern zählen, sind die höchsten zusammenhängende Gebirgszüge im innereuropäsichen Bereich und erstrecken sind bogenförmig mit eine Länge von rund 1.200 Kilometer über mehrere Länder.

Die Erde bestand vor rund 250 Millionen Jahre aus nur einem riesigen Urkontinent. Dieser Kontinent Pangäa wurde von dem Urmeer umgeben. Der Tethys-Ozean war ein Teil des Urmeeres und bildete über beinahe die gesamte Westküste des Pangäa eine Bucht. Folglich drang der Tethys-Ozean immer weiter in den seichten Teil des Urkontinentes ein und teilte diesen ähnlich einem „Achter“ ab. Die Wassermassen teilten den Urkontinent in das nördliche Laurasia und in das südliche Gondwana.

Im den folgenden Jahrmillionen zerbrachen die beiden Landteile in die heutigen Kontinente und drifteten auseinander. Teile des Gondwana begannen wieder nach Norden in Richtung Laurasia zu treiben. Dadurch wurde das dazwischen liegende Wasser des Tethys-Ozeans zusammengedrückt. Durch dieses Vorgang erhöhte sich der Druck und diese Metamorphose hatte vor 40-35 Millionen Jahre ihren Höhepunkt. Der Tethys-Ozean wurde verdrängt. Es kam zur Kollison der Kontinente und Platten. Dieser Prozess hatte das Falten, Übereinanderschieben und die Stauchung der im Meer abgelagerten Sedimente und Gesteine des Kontinents Laurasia zur Folge. Dieser geologische Vorgang schob, faltete und formte die riesigen tektonischen Platten, wordurch die Alpen erschaffen wurden. Gondwanda (das heutige Afrika) schob sich über Laurasia. Dazwischen schob sich das Sedimentgestein des Tethys-Ozean.

Aufgrund der Gebirgsbildung veränderte sich auch das Klima. Die Luftströmungen in der Atmosphäre verliefen durch die Höhe der Berge anders. Diese Strömungen trugen stark dazu bei, dass das Weltklima absank und die Eiszeit begann.

Es folgten im Laufe der Weltgeschichte mehrere Eiszeiten. Riesige Gletscher bildeten sich. Jede einzelne Eiszeit trug wesentlich für das heutige Aussehen unserer Alpen und Täler bei.

Im Laufe der Zeit erwärmte sich das Klima wieder. Die riesigen Gletscher schmolzen ab. Die Täler blieben übrig. Die meisten Bergseen und Wasserfälle in den Alpen sind Relikte aus der Eiszeit.

Die Alpen waren ursprünglich über 8.000 Meter hoch und wurden im Laufe der Jahrmillionen durch Wind-, Wasser- und Eiserosion sowie einsackende Hohlräume und abbröckelnde Gesteine abgetragen. Das abgetragene Gesteinsmaterial wurde weggeschwemmt und bildet heute das Hügelvorland der Alpen. Dieser Vorgang dauert nach wie vor an, wodurch das Gebirge der Alpen irgendwann in ferner Zukunft nicht mehr vorhanden sein werden.

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