Direkt zum Inhalt
Menu ≡

Ramsau am Dachstein

Ramsau am Dachstein ist eine Gemeinde und Streusiedlung im Ennstal auf dem gleichnamigen Hochplateau und erstreckt sich entlang der schroffen Südhänge des Dachsteinmassivs.
Ramsauplateau und Dachstein
Das Siedlungsgebiet hat eine Ausdehnung von rund 18 Kilometer Länge und 3 Kilometer Breite. Daher setzt sich die Gemeinde Ramsau am Dachstein aus verschiedenen Ortsteilen zusammen.

Heute ist die gesamte Region ein beliebter Sommer- und Wintertourismusort.

Das Landschaftsbild wird durch saftig grüne Wiesen, knorrigen Bäumen und dem imposanten Dachsteingebirge charakterisiert.

Chronik:

Die frühe Anwesendheit des Menschen wird durch diverse Streufunde aus der Jungsteinzeit, durch bronze- und römerzeitliche Almsiedlungen auf dem Dachsteinplateau sowie durch die römische Rückzugssiedlung am Burgstall bewiesen.

Um 1120 wird „Pulenperch in Ramsowe“ im Zusammenhang mit einem Besitztausch auf dem heutigen Birnberg erstmals urkundlich erwähnt.

Eine geregelte Besiedelung erfolgte im Hochmittelalter. Zwischen dem 11. und 14. Jahrhundert verdreifachte sich die Bevölkerung in Mitteleuropa, weshalb das Kulturland stetig erweitert wurde. Im Alpenraum drang man immer weiter in höheren Lagen vor.

1434 wird die Lodenwalke erstmals urkundlich erwähnt und ist heute der älteste Gewerbebetrieb der Steiermark.

Die im 16. und 17. Jahrhundert verfolgten evangelischen Glaubensanhänger zogen sich hierher in die damals weit abgeschiedene Region am Fuße des Dachsteins zurück, um der Rekatholisierung und Repressalien der Habsburger zu entgehen. Erst durch das Toleranzpatent durch Kaiser Joseph II. von 1781 durften sich die Ramsauer zum Protestantismus bekennen. 1861 stellte Kaiser Franz Josef I. das Protestantenpatent aus, wodurch die evangelischen Glaubensanhänger den Katholiken gleichberechtigt wurden.

Einst versorgten sich die Landwirte selbst. Die Felder wurden bis Mitte des 20. Jahrhunderts zum Anbau von Hafer, Getreidesorten, Gemüse und Flachs verwendet. Im Laufe des 19. Jahrhundert gewann die Kartoffel an Bedeutung. Die Tierhaltung fand zumeist auf den weiten Almen des Dachsteinmassivs statt.

Mit zunehmenden Fremdenverkehr (gemeinsam mit Schladming) und der Entwicklung des Handels lohnte sich die Bebauung der Felder immer weniger, sodass heute vorwiegend Gründlandwirtschaft betrieben wird.

Die Ramsau entwickelte sich zu einem Langlauf- und Wanderparadies. Zusätzlich ist das Angebot an Freizeit- und Ausflugsmöglichkeiten schier unendlich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit einem Stern (*) markiert. Dein Eintrag wird von uns überprüft und schnellstmöglich freigegeben.

nach oben