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Burgruine Finkenstein am Faaker See in Kärnten

Im April 2016 besuchte ich die Burgruine Finkenstein in der Kärntner Marktgemeinde Finkenstein.

Ruine und Burgarena Finkenstein

Die Ruine thront erhaben auf Kanzianiberg über dem Faaker See und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Jung und Alt, da man von dort oben einen imposanten Ausblick genießt. Zudem ist die Burgarena ein populäre Stätte zur Ausrichtung von nationalen und internationalen Konzerten sowie Veranstaltungen.

Finkenstein und seine Geschichte

Fundstücke aus Stein, Bronze und Knochen belegen, dass der Kanzianiberg bereits in der Jungsteinzeit (Bronzezeit) bis 2500 vor Christi besiedelt war.

In den nachfolgenden Epochen siedelten sich Illyrer und Veneter an, die wiederum ab 370 vor Christi von den Kelten überlagert und verdrängt wurden. Der Keltenstamm der Taurisker gingen ein Bündnis mit den Römern ein und betrieben einen schwunghaften Handel mit ihnen. Ab 15 vor Christi entstand die römische Provinz Noricum. Die Bevölkerung bliebt von der römischen Verwaltung weitgehend unberührt.

Ende des 3. Jahrhunderts begann die Christianisierung. Im Jahre 343 wird erstmals ein Bischof aus Noricum erwähnt. Im Laufe der Völkerwanderung war diese Region unter dem Einfluss verschiedener Volksstämme. Am Ende des 6. Jahrhunderts erfolgte eine Besiedelung durch die Slawen, wobei es folglich zu einer Anpassung zwischen Slawen und der einheimischen Bevölkerung kam.

Im Jahre 1142 wird die Burgruine „Vinchenstainer“ erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1223 nahm Heinrich von Finkenstein den Bischof Eckbert von Bamberg im Streit um die Mautbrücke in Federaun gefangen, was wiederum die päpstliche Verbannung von Heinrich und seiner Familie nach sich zog. Im Jahre 1340 ging der Besitz nach dem Aussterben der Finkensteiner an die Kärntner Herzöge (Habsburger) über.

Kaiser Maximilian überlässt im Jahre 1512 Siegmund von Dietrichstein das „slozs Vinchenstain“ auf Lebenszeit. Im Jahre 1848 kam es zum Ende der Burgherrschaft Finkenstein. Die Herrschaftsverwaltung wurde von der politischen Gemeinde Finkenstein übernommen.

In den Folgejahren wurde die Burgruine mehrmals verkauft.

Die Burgruine Finkenstein ist auf alle Fälle einen Ausflug wert. Auch wenn man nicht gerade in den Genuss einer Veranstaltung kommt, so kann man in der Burgschenke bei einer guten Jause gemütliche Stunden verbringen. Außerdem wird man mit einem herrlichen Panoramablick über den Faaker See belohnt.

1 Kommentar bei “Burgruine Finkenstein am Faaker See in Kärnten”

  1. Wirklich ein toller Ausflug! Die Burg ist schon einen Abstecher wert. Wir waren auch schon ein paar Mal dort die letzten Jahre. Wenn man auf Nachhaltigkeit setzt, kann man auch super öffentlich anreisen! Außerdem erspart man sich dann die lästige Parkplatzsuche 😉 Wenn man von Klagenfurt kommt, kann man einen Teil des Wegs zum Beispiel super mit den STW bewältigen. Wir fahren im Sommerurlaub soweit wie möglich nur noch öffentlich, da es wirklich gut funktioniert! Lieben Gruß, Peter

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